Vyr, der

  • Fluss, der die Flüsternden Wälder teilt.
    Zitat

    Die Bäume öffneten sich und gaben den Blick auf die Schlucht frei, auf deren Grund sich der Fluss erstreckte. Der Vyr strömte schäumend und kraftvoll durch das Flussbett. Ein reißender, unbezähmbarer Wasserstrom, der alles mit sich riss, das mit seinen Fluten in Berührung kam. Felswände ragten zu beiden Seiten in die Höhe. Sie waren von Büschen bewachsen, die grüne Tupfen auf das graue Gestein malten. Ein Stück flussabwärts war die erste Brücke zu sehen, die den Abgrund überspannte. Es war ein Gebilde aus Planken und Seilen, das wenig vertrauenserweckend wirkte. Allerdings war es sicherer, als sich den Wassermassen zu stellen, die unter ihnen vorüberrauschten.

    Auf der anderen Seite breitete sich der Wald aus, ebenso dicht und lebendig wie jener Teil, der hinter ihnen lag. Lyân trat neben ihn und musterte die grüne Fülle, während Bryn und der Baumformer an der Brücke in eine hitzige Diskussion verstrickt waren. Tristeyn lauschte ihnen nur mit halber Aufmerksamkeit. Es war nichts als eine weitere harmlose Neckerei, derer sie niemals müde wurden.


    Quelle: Falkenseele